Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Ozon

Ozon (O3) ist ein natürlicher gasförmiger Bestandteil unserer Luft. Es hat in Bezug auf den Menschen zwei unterschiedliche Einflüsse. Das Ozon in der Stratosphäre schützt das Leben auf der Erde vor der schädlichen UV-Strahlung der Sonne. Das bodennahe Ozon, mit dem Menschen, Pflanzen und Tiere in direktem Kontakt kommen, ist ein aggressives Gas, das in höheren Konzentrationen die Atemwege reizt, die Lunge schädigt und auch zu Ernte-, Wald- und Materialschäden beiträgt.

Die mittlere Belastung durch bodennahes Ozon war im Zeitraum 2004 bis 2016 in etwa gleichbleibend. Meteorologisch bedingt treten von Jahr zu Jahr geringfügige Unterschiede auf. 2016 sank die mittlere Belastung jedoch an allen Probenahmestellen geringfügig gegenüber dem Vorjahr. Die höchsten Ozonwerte werden im Allgemeinen im verkehrsfernen ländlichen Raum gemessen (z. B. Ostfriesische Inseln und Wurmberg). Überschreitungen der Informationsschwelle wurden auch im Jahr 2016 wieder an einigen Stationen beobachtet. Im Maximum traten in der Lüneburger Heide an einem Tag 4 mal Überschreitungen des Schwellwertes von 180 µg/m3 auf. Die zulässige Anzahl der Tage mit Überschreitungen des Achtstundenmittelwertes für Ozon von 120 μg/m³ (25 Tage pro Jahr gemittelt über die letzten drei Jahre) wurde im Jahr 2016 nicht überschritten (siehe Abbildung). Eine Ausnahme bildete hier in den vergangenen Jahren die Probenahmestelle Wurmberg. Auftretende Ozon-Maxima sind stark von der Intensität der Sonneneinstrahlung abhängig. Unterschiede in der Witterung in den Sommermonaten von Jahr zu Jahr sind somit auch ein Grund für die Schwankungen der Häufigkeit erhöhter Ozonwerte.


Umweltbericht 2015  
Artikel-Informationen

17.10.2017

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