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Expertenkreis Oker-Harlingerode: Bürgerbeteiligung erwünscht!

PI 3/2020

Die Region Oker-Harlingerode ist ein historischer und aktueller Standort von industriellen Tätigkeiten. Diese haben Spuren in der Umwelt hinterlassen in Boden und Luft, Gründe sind historische und aktuelle Gewinnungs- und Fertigungsprozesse. Dies und die häufige Wahrnehmung von Gerüchen oder in der Vergangenheit aufgetretene Überschreitungen von Emissionsgrenzwerten beunruhigen die Menschen, sie sorgen sich um ihre Gesundheit. Mit Untersuchungen, Messprogrammen und ähnlichen Projekten gehen das Land, die zuständigen Behörden und die ortsansässigen Betreiber dem Ausmaß und den Ursachen der Umweltbelastungen nach.

Anfang Juni des vergangenen Jahres hat Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies bei einer Informationsveranstaltung in Oker-Harlingerode angekündigt, einen Expertenkreis einzurichten. Dieser soll bestehen aus Repräsentanten der verschiedenen betroffenen Gruppen und soll bei jährlich rund sechs Treffen in den nächsten zwei Jahren die Belastungssituation in der Region Oker-Harlingerode erörtern: Messdaten, Grenzwertüberschreitungen, Beschwerden aus der Bevölkerung und ihre die Sorgen sowie neue Erkenntnisse aus den derzeit in Arbeit befindlichen Untersuchungen. Dazu gehören unter anderem ein umweltmedizinisches Gutachten, Immissionsmessungen in der Luft, Depositionsmessungen, eine Ausbreitungsrechnung und eine Geruchsbegehung. Ziele des Expertenkreises sind unter anderem die Steigerung der Transparenz über die Belastungssituation vor Ort, der offene Austausch zwischen allen betroffenen Gruppen und Verständnis für die Sorgen dieser Gruppen.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger vor Ort können sich aktiv in den Expertenkreis Oker-Harlingerode einbringen und mitwirken. Zwei Plätze in dem Gremium sind entsprechend reserviert. Wer Interesse hat, meldet sich gerne bis Freitag, 31. Januar 2020, per E-Mail (pressestelle@mu.niedersachsen.de).


Artikel-Informationen

08.01.2020

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