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Lies: „Intensiver und offener Austausch enorm wichtig“

- Expertenkreis Oker-Harlingerode nimmt Arbeit auf -


PI 16/2020

Ein Expertenkreis aus Bürgern, Naturschutzverbänden, Betrieben, Betriebsräten und Kommunen nimmt seine Arbeit auf. Ziel ist es, die Boden- und Luftbelastungen in der Region Oker-Harlingerode genauer unter die Lupe zu nehmen. „Mir ist ein intensiver und offener Austausch enorm wichtig, um größtmögliche Transparenz vor Ort zu erreichen“, so Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies. Er hatte im Sommer vergangenen Jahres den Bürgerinnen und Bürgern angekündigt, einen Expertenkreis ins Leben zu rufen. „Jetzt kann die Arbeit losgehen“, so Lies, „ich bin schon sehr gespannt, was sich in den nächsten Monaten tut und welches Ergebnis am Ende steht.“

Die Region Oker-Harlingerode ist ein historisch gewachsener Standort von Industrieunternehmen. Diese haben Spuren in der Umwelt hinterlassen – durch ihre Gewinnungs- sowie Fertigungsprozesse. Dies – und die häufige Wahrnehmung von Gerüchen – sowie in der Vergangenheit aufgetretene Überschreitungen von Emissionsgrenzwerten beunruhigen die Menschen. Sie sorgen sich um ihre Gesundheit. Mit Untersuchungen, Messprogrammen und ähnlichen Projekten gehen das Land, die zuständigen Behörden und die ortsansässigen Betreiber dem Ausmaß und den Ursachen der Umweltbelastungen nach. Der Expertenkreis soll in den nächsten zwei Jahren bei regelmäßigen Treffen die Belastungssituation in der Region Oker-Harlingerode erörtern: Messdaten, Grenzwertüberschreitungen, Beschwerden aus der Bevölkerung und ihre die Sorgen sowie neue Erkenntnisse aus den derzeit in Arbeit befindlichen Untersuchungen. Dazu gehören unter anderem ein umweltmedizinisches Gutachten, Immissionsmessungen in der Luft, Depositionsmessungen, eine Ausbreitungsrechnung und eine Geruchsbegehung.



Artikel-Informationen

19.02.2020

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