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Nach Routine-Revision: Kernkraftwerk Grohnde wieder am Netz

PI 050/2021

Nach Abschluss der diesjährigen Anlagenrevision ist das Kernkraftwerk Grohnde am (gestrigen) späten Donnerstag wieder ans Netz gegangen. „Die Corona-Pandemie hat die Rahmenbedingungen ziemlich erschwert. Trotzdem sind alle sicherheitsrelevanten Arbeiten und erforderlichen Prüfungen wie geplant und vollständig erfolgt“, so Niedersachsens Umwelt- und Energieminister Olaf Lies.

Während der Revision, die am 20.03.2021 gestartet war, wurden 28 der insgesamt 193 Brennelemente im Reaktorkern gegen neue ausgetauscht. Alle für die nukleare Sicherheit bedeutsamen Revisionsarbeiten wurden vom Niedersächsischen Umweltministerium und den zugezogenen Sachverständigen des TÜV NORD EnSys GmbH & Co. KG intensiv kontrolliert und überprüft.

Für zwei Befunde des Prüfprogramms der Anlagenrevision besteht Meldepflicht nach der atomrechtlichen Meldeverordnung. Es wurde in einer wiederkehrend durchzuführenden Prüfung (WKP) eine Auffälligkeit im Mindestmengenbetrieb in einem Strang des Notspeisesystems erkannt und behoben. Das Ereignis wurde gemeldet. Für die auch im Rahmen einer WKP festgestellten Defekte an sogenannten Koppelschützen in den 0,6 kV- Notstromanlagen besteht ebenfalls Meldepflicht. Die Komponenten wurden gegen qualifizierte Ersatzteile ausgetauscht. Die Meldung ist in Vorbereitung und wird fristgerecht vorgelegt. Insgesamt haben sich Befunde, die den genehmigungskonformen Zustand der Anlage in Frage stellen, nicht ergeben.


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