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Energieminister Lies zum Ende der Wartung von Nord Stream 1: „Tägliches Verwirrspiel um Gasmengen – Dürfen uns nicht ausruhen und müssen raus aus der Abhängigkeit“

PI 097/2022


Das heutige Ende der Wartungsarbeiten an Nord Stream 1 kommentiert der Niedersächsische Energieminister Olaf Lies wie folgt:


„Bis gestern war noch völlig unklar, wieviel Gas und vor allem ob überhaupt wieder Gas durch Nord Stream 1 fließen wird. Das zeigt doch, wie gut wir beraten sind, unseren bisherigen Weg weiter zu gehen. Denn dieses schwer erträgliche russische Verwirrspiel hat einzig und allein das Ziel, Verunsicherung in Politik, Wirtschaft und Bevölkerung zu säen. Auch die Gazprom-Volten um die Siemens-Turbine tragen dazu bei. Denn auch ohne diese Turbine wäre eine Lieferung zu 100 Prozent möglich. Jetzt müssen wir jeden Tag mit der Sorge leben, ob tatsächlich weiter Gas kommt und wieviel. Wir dürfen uns nicht täuschen lassen und jetzt bei steigender Liefermenge beruhigt zurücklehnen.

Das bedeutet: Ob Gas aus Russland kommt oder nicht hängt einzig und allein von Willkür und Laune des russischen Machthabers ab. Aus dieser Lage müssen wir uns so zügig wie möglich befreien. Wir müssen möglichst schnell raus aus der Abhängigkeit. Gleichzeitig werden wir das Gas, das nun wieder fließt, nutzen, um die Speicher für den kommenden Winter weiter zu füllen.

Parallel werden wir Planung, Genehmigung und Bau der LNG-Standorte in Wilhelmshaven und Stade mit aller Kraft vorantreiben, damit wir aus Niedersachsen heraus unseren Beitrag für Deutschlands Versorgungssicherheit leisten. Und wir müssen Energie sparen. Politik, Verwaltung und Unternehmen und die Bürgerinnen und Bürger: Wir alle werden da unseren Beitrag leisten müssen und können. Denn selbst bei vollen Speichern wird es bereits in diesem Winter eng, noch herausfordernder wird der nächste Winter 23/24. Wir können das schaffen – aber nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung. Das alles kann gelingen, indem wir Gas und Energie sparen, die ersten Importterminals für LNG schnell fertig stellen und Erneuerbare Energien möglichst zügig ausbauen.“


  Bildrechte: MU

Artikel-Informationen

erstellt am:
21.07.2022

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