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Tag der erneuerbaren Energien – Lies fordert einheitliche Regelungen zum Artenschutz: „Notfalls muss eine Bundesregelung her“

PI 058/2021


Der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies hat nach der Umweltministerkonferenz vergangene Woche und anlässlich des Tages der erneuerbaren Energien des Landesverbandes Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen (LEE) am Samstag seine Forderung nach einer Neujustierung zwischen dem Schutz individueller Tiere im Arten- und Naturschutz und dem Klimaschutz erneuert: „Wir brauchen zügig eine solche Neujustierung, wenn wir mit der Energiewende in Deutschland vorankommen wollen – notfalls auch per Bundesregelung über das Bundesnaturschutzgesetz wie es Staatssekretär Jochen Flasbarth als mögliche Alternative zu einer gemeinsamen Regelung der Länder ins Gespräch gebracht hat. Wenn wir uns jetzt nicht wesentlich stärker um den notwendigen Klimaschutz kümmern, haben wir schon in wenigen Jahren wesentlich dramatischere Konsequenzen beim Artenschutz.“

Lies begrüßte in diesem Zusammenhang ähnliche Äußerungen des Grünen-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Anton Hofreiter: „Gerade für den weiteren Ausbau und das Repowering der Windkraft brauchen wir eine solche Neujustierung. Wichtig dabei ist, dass Arten in ihrem Bestand nicht gefährdet werden. Dafür müssen wir aber die Gesamtpopulation in den Blick nehmen und uns verabschieden von einer kleinteiligen Betrachtungsweise, die immer nur auf das einzelne Individuum fokussiert ist. Wir brauchen für konsequenten Klimaschutz hier neue, politikübergreifende Koalitionen zwischen den einzelnen Parteien und genauso den Naturschutzverbänden und den Vertretern und Verbänden der erneuerbaren Energien. Artenschutz und Klimaschutz müssen sich nicht widersprechen, aber es muss stärker um den Artenschutz insgesamt als um den Schutz von Einzeltieren gehen.“


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