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Warum...ist Kompostieren wichtig?

Weil kompostieren dem Schutz unserer Umwelt dient.

  • Kompost kann chemische Düngemittel fast überall ersetzen.
    Dadurch werden Umweltschäden vermieden, die bei der Herstellung, der Anwendung und der Entsorgung künstlicher Düngemittel entstehen können.
  • Kompost kann Torf weitgehend ersetzen.
    In der Vergangenheit wurden durch den Torfabbau einzigartige Moorgebiete zerstört, deren Entstehung Hunderte von Jahren gedauert hat. Jeder Verzicht auf die Verwendung von Torf trägt daher dazu bei, diesen wertvoll gewordenen Rohstoff zu schonen. Torf sollte nur für jene Zwecke verwendet werden, für die er heute noch unersetzbar ist. So können unsere Restmoore in Zukunft erhalten bleiben.
  • Kompost ist - bei sachgemäßer Anwendung - ein vollkommen unschädliches, hochwertiges Mittel zur Bodenverbesserung.
    Durch Kompost werden dem Boden entzogene Nährstoffe und organische Substanz zurückgegeben. Gleichzeitig werden Struktur und Durchlüftung des Bodens verbessert.
  • Kompostieren heißt, natürliche Substanzen auch als solche zu behandeln - statt sie zu den Abfällen zu werfen.
    In der Natur ,,verrotten" organische Substanzen, indem sie Kleinlebewesen als Nährstoff dienen. Durch komplizierte Ab- und Umbauprozesse organischer Substanz während der Rotte in einem Komposthaufen entsteht ein neues, nützliches Naturprodukt. Herstellung wie Anwendung von Kompost sind ,,Patentlösungen", die die Natur uns anbietet, - ohne speziell entwickelte Rezepturen oder aufwendige technische Verfahren.

Natürliche organische Stoffe gehören also nicht in den Abfall. Mit organischen Stoffen (,,Bioabfällen") naturgemäß umzugehen verlangt, sie zu kompostieren -und ermöglicht darüber hinaus die Restabfallmenge zu verringern.

Wozu...ist Kompost nützlich?

Kompost kann im Garten, in der Landwirtschaft sowie im Landschafts- und Gartenbau vorteilhaft eingesetzt werden.

  • Kompost verbessert die Struktur des Bodens.
    Schwere Böden werden aufgelockert und besser durchlüftet. Bei leichten Böden wird das Wasserhaltevermögen verbessert.
  • Kompost verbessert die Fruchtbarkeit des Bodens.
    Dabei hält die Nährstoffzufuhr länger an als bei Torf oder Stallmist.
  • Die Anwendungsmöglichkeiten von Kompost sind vielfältig, je nach dem Reifegrad, den das Kompostmaterial erreicht hat.
    So eignet sich z. B. Rohkompost oder Mulch besonders zum Schutz von Böden vor Witterungseinflüssen und Wildkrautbewuchs. Fertigkompost sollte besonders zum Düngen von Zier- und Nutzpflanzen, aber auch von Rasenflächen verwendet werden. Eine Mischung von Fertigkompost und Gartenerde ist der beste Nährboden für Balkon- und Zimmerpflanzen.
  • Kompost aus dem eigenen Garten nützt auch Ihrem Portemonnaie.
    So können Sie sich die Ausgaben für Handelsdünger, Bodenverbesserungs- und Pflanzenschutzmittel sparen. Möglicherweise können Sie auch auf eine kleinere und damit kostengünstigere Abfalltonne umsteigen.
  • Kompost kann in großen Mengen bei Rekultivierungsmaßnahmen, bei der Neu-anlage von Parks und Gärten, gerade auch unter ungünstigen Standort­bedingungen - eingesetzt werden.
  • In der Landwirtschaft, besonders im Obst- und Weinbau, wird Kompost als Erosionsschutz und Wachstumsförderer seit langem besonders geschätzt.

Weshalb...setzen wir uns für die Kompostierung ein?

Die Kompostierung ist das älteste und natürlichste Verfahren zur Verwertung von organischen Abfällen. Es nutzt die von der Natur vorgegebenen Abläufe zur Umsetzung organischer Substanz. Was auf dem Komposthaufen verrottet und dort zu Humus wird, braucht nicht eingesammelt und transportiert werden. Die Idee der Kompostierung kann nur erfolgreich sein, wenn sie sich auf eine breite Mitwirkung der Bevölkerung stützt: auf die Bereitschaft zur Eigenkompostierung und zur Verwendung von Kompost.

Das vom Landtag beschlossene Niedersächsische Abfallgesetz verpflichtet die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger, verwertbare Abfälle aus Gewerbe und privaten Haushaltungen, - insbesondere nativ organische Abfälle (Bioabfälle) - von sonstigen Abfällen zu trennen und getrennt zu verwerten.

Die ,,Kompostverordnung" vom Mai 1992 soll die Kompostierung fördern:

  • Sie erlaubt das Mitverarbeiten von kompostierbaren Küchenabfällen zusammen mit pflanzlichen Gartenabfällen auf dem eigenen Komposthaufen (Eigenkompostierung).
  • Sie gestattet mehreren Haushaltungen - in der Regel bis zu zehn -, einen Kompostplatz gemeinsam zu betreiben (Gemeinschaftskompostierung).
  • Und sie ermöglicht es z. B. Gemeinden, Kompostierungsplätze für Pflanzenabfälle - auch außerhalb von abfallrechtlich zulassungspflichtigen AbfaIlentsorgungsanlagen - einzurichten.

Die fachlichen und technischen Grundlagen für die Kompostierung sind vorhanden.

Wie...wird Qualitätskompost hergestellt?

Wichtigste Voraussetzung für einen Kompost hoher Qualität ist die Reinheit des Ausgangsmaterials. Die organischen Reste müssen frei sein von Fremdstoffen und unbelastet von Schwer-metallen oder chemischen Schadstoffen. Das gilt sowohl für die Kompostierung im eigenen Garten als auch für jene im Kompostwerk.

Wenn Sie selbst kompostieren, liegt es ganz in Ihrer Hand, Fremdstoffe von Komposthaufen oder -behälter fernzuhalten und so für einen störungsfreien Verlauf des Rotteprozesses und für ein Endprodukt hoher Qualität zu sorgen.

Im Kompostwerk werden die angelieferten Materialien und das Endprodukt streng kontrolliert. Kompost, der in den Handel gelangt, wird z. B. nach den Güterichtlinien und Anwendungsempfehlungen der Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V. bewertet.

Folgende Anforderungen sind dabei maßgeblich:

  • geringer Gehalt an Verunreinigungen und Schadstoffen
  • hygienische Unbedenklichkeit und angenehmer Geruch
  • hoher Gehalt an wertgebenden lnhaltsstoffen
  • gleich bleibende Produktqualität
  • ansprechender Gesamteindruck

Wo...gibt es weitere Informationen?

Zum Thema ,,Kompost":

Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V.
Von-der-Wettern-Straße 25
51149 Köln

Tel.: 022 03 / 3 58 37 0
Fax: 022 03 / 3 58 37 12
Email: info(a)kompost.de
Internet: www.kompost.de

Umweltbundesamt
Postfach 1406
06813 Dessau-Roßlau

Tel.: 0340 2103-0
Fax: 0340 2103-2285
Email:
info@umweltbundesamt
Internet:
www.umweltbundesamt.de

Verband der Humus- und Erdenwirtschaft e.V. (VHE)
Kirberichshofer Weg 6
52066 Aachen

Tel.: 0241 / 99 77 119
Fax: 0241 / 99 77 583
Email:
kontakt@vhe.de

aid infodienst
Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.
Heilsbachstraße 16
53123 Bonn

Tel.: 0228 8499-0
Fax: 0228 8499-177
Email: bestellung@aid.de
Internet: www.aid.de

Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Emsland
Ordeniederung 1
49716 Meppen

Tel.: 05931/44-1611
Fax: 05931/44-3722
Email: info@abfallwirtschaft-emsland.de
Internet: www.abfallwirtschaft-emsland.de/pdf/ue_kompost.pdf

Beachten Sie bitte auch die Veröffentlichungen der Umwelt- und Verbraucherverbände, z. B.

BUND
(Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.)
Am Köllnischen Park 1
10179 Berlin

Tel.: 030 / 275864-0
Fax: 030 / 275864-40
Email: bund@bund.net
Internet: www.bund.net

Verbraucher-Zentrale Niedersachsen e. V.
Herrenstr. 14
30159 Hannover

Tel.: 0511 / 911 96 0
Fax: 0511 / 911-96 10
Email: info@vzniedersachsen.de,
Internet: www.verbraucherverbaende.de
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