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Bergwerk Gorleben


Im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg ca. 2 km südlich der Elbe liegt auf dem Gebiet der gleichnamigen Gemeinde das Bergwerk Gorleben. Von 1986 -2013 wurde hier geprüft, ob der im Untergrund liegende Salzstock als Endlager für Wärme entwickelnden, hochradioaktiven Abfall geeignet sein könnte. Mit Inkrafttreten des Standortauswahlgesetzes (StandAG) am 27. Juli 2013 wurden die bergmännischen Erkundungsarbeiten in Gorleben beendet. Das Bergwerk Gorleben war nach dem StandAG weiterhin so lange offen zu halten, wie der Standort Gorleben nicht im Standortauswahlverfahren ausgeschlossen wird.

Seit der Veröffentlichung des Zwischenberichts Teilgebiete ist klar, dass der Standort Gorleben nicht für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle geeignet ist. Die Betreibergesellschaft hat am 29.09.2020 mitgeteilt, dass nach dem Ausscheiden von Gorleben als Standort für ein Atommüll-Endlager das dortige Bergwerk dauerhaft geschlossen wird. Dazu müsse ein sogenannter Abschlussbetriebsplan erstellt werden. Eine anderweitige Nutzung des Bergwerks, etwa zur Lagerung anderer Abfälle sei nicht geplant. Pläne zur Nachnutzung gebe es nicht.

Beteiligung des Landes Niedersachsen im Rahmen des Bergrechts

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) ist im Bergwerk Gorleben für Aufsicht und Genehmigungsverfahren nach dem Bundesberggesetz (BBergG) zuständig und unterliegt hier der Fachaufsicht des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.

Die zentrale Genehmigung hierbei ist der jeweils für zwei Jahre zugelassene "Hauptbetriebsplan gemäß § 52 BBergG". Dieser Hauptbetriebsplan (HBP) enthält u. a. Angaben über den Unternehmer und zu den verantwortlichen Personen, zur Betriebsorganisation, zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie zu den technischen Einrichtungen über und unter Tage (z.B. Schachtförderung, Fahrzeuge) und zur Bewetterung.

Chronologie Bergwerk Gorleben seit Beendigung der Erkundungsarbeiten

 Chronologie Bergwerk Gorleben ab 2013

Artikel-Informationen

erstellt am:
24.11.2009
zuletzt aktualisiert am:
19.10.2020

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