Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Planung und Kooperation

Zur Steuerung der Flächennutzung steht ein breit gefächertes planerisches Instrumentarium zur Verfügung. Die große Bandbreite kann von den Kommunen entsprechend ihrer konkreten Situation gehandhabt werden. Das ist der Vorteil informeller Planungs- und Konzeptentwicklungen. Besonders bewährt haben sich Masterpläne für Gesamtkonzeptionen, Stadtentwicklungspläne/ -konzepte, Stadtteilentwicklungspläne, Thematische Entwicklungspläne (z. B. Nachverdichtung) sowie Ideenwettbewerbe. Die größte Wirkung entfalten derartige informelle Instrumente, wenn sie im Vorfeld der Verfahren zur rechtsverbindlichen Planung (Bauleitplanung) angewendet werden oder als Grundlage für sonstige Maßnahmen (z. B. Aktivierung von bestehenden Baurechten in Baulücken) dienen.

Kommunale Entwicklungskonzepte zur Flächenreduzierung

  • Leitbildprozess und Grundsatzbeschluss über ein nachhaltiges Flächenmanagement.
  • Beispiel: Samtgemeinde Barnstorf

Städtebauliche Wettbewerbe zur Nachverdichtung

Neue Ideen für neue Bedürfnisse entwickeln und umsetzen!


Interkommunale und regionale Zusammenarbeit zur Reduzierung von Wohnbaugebieten und Gewerbeflächen

Die Zusammenarbeit von zwei oder mehreren Gemeinden bei der Entwicklung von gemeinsamen Wohngebieten oder Gewerbeflächen ist eine zielgerichtete und innovative Strategie, um Flächen zu schonen ,Flächenengpässe zu überwinden, Synergieeffekte zu erzielen, Ressourcen zu aktivieren und Regionen wirtschaftlich zu stabilisieren. Das Ziel des Flächen sparen kann oft nicht von einer einzelnen Gemeinde erreicht werden.

  • Das Städtenetz Balve-Hemer-Iserlohn-Menden hat im Rahmen eines Refina-Projektes einen gemeinsamen Ansatz entwickelt, der sich zusammensetzt aus einem Gewerbeflächenkataster, welches einen Überblick über die verfügbaren Flächen gibt, einer Gewerbeflächenpotenzialanalyse, die die Eignung der Flächen bewertet und einen Gewerbeflächenpool, mit dem die Flächen angeboten werden.
  • Beispiel: Städtenetz Balve-Hemer-Iserlohn-Menden

In der Stadtumlandkooperation Elmshorn stimmen die beteiligten Gemeinden ihre Flächenplanungen aufeinander ab, um so ihren Siedlungsflächenverbrauch und die Infrastrukturfolgekosten zu minimieren.

Darüber hinaus können sich in Regionalen Kooperationen neben den Gemeinden auch weitere Gebietskörperschaften wie Landkreise und Landesbehörden zusammenschließen. Unter Beteiligung von Vertretern der regionalen Wirtschaft und Gesellschaft entstehen Entwicklungskonzepte mit einer breiten Akzeptanz.

In der Regionalen Entwicklungskooperation (REK) Weserberglandplus arbeiten 17 Städte und Gemeinden und vier Landkreise zusammen an gemeinsamen Strategien zur Stärkung der Region.

Kooperationen können auf unterschiedlichen Erwartungen und Zielrichtungen basieren.
Es bestehen deshalb unterschiedliche Abstufungen in den Verbindlichkeiten. Die Möglichkeiten reichen von einer freiwilligen Zusammenarbeit über schriftliche Vereinbarungen und Verträgen bis hin zur Organisationsform eines sondergesetzlichen Verbandes.

Planungen
Artikel-Informationen

11.09.2017

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