Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

Staatssekretärin sagt vor Ort Unterstützung beim Hochwasserschutz an der Elbe zu

Pressemitteilung 36/2012


HANNOVER. „Das Hochwasser im Januar 2011 hat uns nach den Ereignissen in den Jahren 2002 und 2006 noch einmal gezeigt, wie hoch der Handlungsdruck an der Unteren Mittelelbe ist.“ Mit diesen Worten eröffnete Umwelt-Staatssekretärin Ulla Ihnen am (heutigen) Donnerstag eine Besprechung beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Lüneburg. „Der Handlungsbedarf besteht, obwohl nach dem Hochwasser 2002 etwa 146 Millionen Euro in die Elbedeiche investiert wurden und diese so sicher sind wie nie zuvor“, betonte die Staatssekretärin.

Ulla Ihnen reiste nach Lüneburg, weil das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz die Betroffenen vor Ort bei der Suche und Umsetzung von Lösungen zur Verbesserung der Abflussleistung der Unteren Mittelelbe unterstützen will. Der Einladung waren unter anderem die Landkreise Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Harburg, die Deichverbände an der Elbe und auch Vertreter aus Mecklenburg-Vorpommern gern gefolgt. Staatssekretärin Ihnen machte deutlich, dass es ihr ein großes Anliegen ist, die Verantwortlichen vor Ort nicht allein zu lassen. So hat das Umweltministerium zum Jahresbeginn eigens eine „Beauftragte für den Hochwasserschutz an der Unteren Mittelelbe“ bestellt.

Das Umweltministerium informierte gemeinsam mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde am Donnerstag über die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse in Sachen Bemessungswasserstand, Erstellung eines 2-D-Modells und Hochwasserrisikomanagement an der Elbe. Auch das Gehölzmanagement war ein Thema.

Das besonders geschützte Gebiet des Biosphärenreservats Elbtalaue erstreckt sich über das gesamte Abflussprofil der Elbe in Niedersachsen. Aus diesem Grund ist der Hochwasserschutz an der Elbe in besonderem Maße eng verknüpft mit dem Naturschutz. Die Staatssekretärin konnte ein erfreuliches Fazit ziehen: „Alle Vertreter der Landkreise, Verbände und aus Mecklenburg-Vorpommern sowie die anwesenden Mitarbeiter der Biosphärenreservatsverwaltung und vom NLWKN haben zugesichert, konstruktiv gemeinsam nach Lösungen für den Hochwasserschutz zu suchen, damit die Deiche an der Elbe auch künftigen Hochwasserereignissen standhalten.“ Eine Folgesitzung ist im Herbst 2012 geplant.


Artikel-Informationen

erstellt am:
26.04.2012

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