Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

Umweltminister Wenzel begrüßt Polder-Öffnung – Hochwasserlage weiterhin höchst beunruhigend

PI 62/2013

Der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Wenzel hat die vom Land Brandenburg angekündigte Flutung der Havel-Polder als „Chance zur Entlastung der Hochwasser-Situation an der Elbe“ begrüßt. „Die Entscheidung könnte den Druck etwas mindern“, sagte der Minister am Sonntag (heute). Ein Problem sei aber, dass der Hochwasserscheitel sehr lang sei. Die Gesamtentwicklung der Hochwasserlage an der Mittleren Elbe sei weiterhin höchst beunruhigend. Wenzel: „Wir erwarten die höchsten je in der Region aufgelaufenen Wasserstände. Dank der aufopferungsvollen Arbeit der Verbände, Organisationen und vieler Freiwilliger sind wir gut vorbereitet. Die nächsten Tage werden jedoch eine schwere Prüfung für alle Beteiligten und Betroffenen.“ Die bisher gezeigte große Solidarität und Nachbarschaft beim Aufbau der Schutzmaßnahmen sei beispielhaft.
Wenzel sieht in der Zunahme der Hochwasserereignisse der letzten Zeit „weitere Vorboten für den Klimawandel“. „Wir werden uns auf neue Lagen einstellen müssen, die ohne neue Akzente beim Hochwasserschutz nicht zu meistern sind. In Zukunft liegt der Schutz vor solchen Entwicklungen nur in einer Kombination aus technischen und ökologischen Maßnahmen. Dazu gehören gute Deiche, aber auch weitere Rückdeichungen insbesondere im Oberlauf und die Einrichtung von mehr Poldern und Retentionsflächen.“ Diese Punkte müssten auf der für den Juli geplanten bundesweiten Sonderkonferenz der Umweltminister zum Hochwasserschutz im Zentrum der künftigen Planungen stehen.

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erstellt am:
09.06.2013

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