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Etappe 2 - Natur Erlebnisse

Natur Erlebnisse

Entlang der Etappe sind folgende Angebote und Erlebnisse besonders interessant.


Balksee

Der zirka 170 Hektar große Balksee ist ein Geestrandsee mit breiter Verlandungszone, Schilfröhricht und angrenzenden Hoch- und Niedermooren. Der See und seine Umgebung sind noch in einem sehr naturnahen Zustand und stehen unter Naturschutz. Das Gebiet bietet zahlreichen zum Teil bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen einzigartigen Lebensraum.

Der See ist von einem Aussichtsturm am nördlichen Ufer gut zu überblicken. Von hier aus lassen sich vor allem die unterschiedlichen Wasservögel ungestört beobachten. Schnell zeigt sich: Was die Menschen vor Jahrhunderten als schaurige Natur fürchteten, ist für uns heute ein Paradies mit seltenem Naturgenuss.

Steingarten Lamstedt

Schon einmal etwas von Rapakiwi-Granit, Konglomerat, Hälleflinta oder Kinne-Diabas gehört? Dies sind Begriffe aus dem Fachvokabular der Findlingskollektion des Steingartens in Lamstedt.

Stinstedter See

Nicht nur Randseen liegen an dieser Etappe – der Stinstedter See hat eine völlig andere Entstehungsgeschichte. Der ehemalige Niedermoorsee wurde stark entwässert und das Umfeld landwirtschaftlich intensiv genutzt. Mit einem Ringdeich wurde eine Rückhaltefläche für den Hochwasserschutz geschaffen und bei Bedarf geflutet. Heute ist der Stinstedter Seepolder im Besitz der Naturschutzstiftung des Landkreises Cuxhaven. Das weiträumige, offene Grünland-areal soll sich langfristig wieder in ein bedeutendes Feuchtgebiet entwickeln, das zahlreichen Wasser- und Wiesenvögeln wertvollen Lebensraum bieten wird.

Der Seepolder kann auf einem gut ausgebauten Rad- und Fußweg umrundet werden. Entlang des Weges bieten zahlreiche Projekttafeln interessante Informationen zum Gebiet sowie zur heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Insbesondere in den Wintermonaten wird der Polder von vielen Vogelarten zur Rast aufgesucht. Zwei Aussichtstürme bieten hervorragende Beobachtungsmöglichkeiten, um im Herbst beispielsweise rastende Gänse und Schwäne zu beobachten oder während des Frühjahres balzende und brütende Wiesenvögel wie die seltenen Kiebitze und Rotschenkel.

Holzurburger Wald

Der abwechslungsreiche 4 Kilometer lange Rundweg durch den Holzurburger Wald führt den Besucher durch ein von Laubmischwald und Mooren geprägtes Naturschutzgebiet zum Bederkesaer See. Hier lässt sich die einmalige Landschaft der Seeniederung erleben, gleich nebenan gelangt man entlang ehemaliger baumloser Moorflächen auf die sandigen Geest-Ablagerungen mit dem Holzurburger Wald.

Auf mehreren Informationstafeln findet man Wissenswertes zur Entstehung, Nutzung, Entwicklungsgeschichte sowie zur Tier- und Pflanzenwelt dieses alten Waldes. Die überwiegend naturnahen Waldbestände beheimaten ein großes Artenspektrum. Darunter befinden sich wählerische Spezialisten wie zum Beispiel Käferarten, die nur in sogenannten historisch alten Wäldern vorkommen, wo also über mehrere Jahrhunderte hinweg kontinuierlich Wald wuchs.

Im Verlauf des Rundweges liegt auch eine frühgeschichtliche Wallanlage, die seit etwa 1900 als "Holzurburg" bezeichnet wird. Sie besteht aus einer Kernanlage, die von einem äußeren Wall-Graben-System teilweise umschlossen ist.

Beerster Wischen

In den Beerster Wischen, auch „die nassen Wiesen von Bad Bederkesa“ genannt, hat die Na-turschutzstiftung des Landkreises Cuxhaven einen barrierefreien Bohlensteg durch eine abwechslungsreiche Niedermoorlandschaft aus Grünland, Wasserläufen, Gräben und Weidengebüschen geschaffen.

Natur erleben mit allen Sinnen ist hier möglich!

Ahlenmoor – Moorrundweg

Auf dem Moorrundweg am Halemer und Dahlemer See im Ahlenmoor kann man die verschiedenen Facetten des Moores wunderbar entdecken.

Von den Aussichtstürmen aus bekommt man einen herrlichen Blick auf die ungestörten Moorrandseen mit ausgedehnten Röhrichten und Sümpfen sowie auf die wiedervernässten Flächen. Mit etwas Glück lassen sich auch seltene Wasservögel oder Kraniche beobachten. Der besondere, mooreigene Duft des Gagelstrauches ist vom Weg aus wunderbar zu riechen. Entlang des Moorwanderweges gibt es auch einen kleinen Handtorfstich, der die bäuerliche Torfgewinnung verdeutlicht, wie sie früher an den Rändern des Ahlenmoores betrieben wurde.

Eichenkrattwälder bei Berensch

Die salzige Meeresluft, der permanente starke Wind der Nordsee und die ehemalige Niederwaldwirtschaft haben den Eichen eine ganz bizarre Form verliehen – die Eichenkrattwälder bei Berensch wurden sozusagen „geschoren“! Das Wort „Kratt“ bezeichnet einen Wald, dem regelmäßig dünnes Holz als Brenn- oder Baustoff entnommen wurde, was den gedrungenen Wuchs der Eichen förderte.

Die einzigartigen Eichenkrattwälder lassen sich mit Übergängen zu offenen Heiden, Dünen und zum Geestkliff herrlich von der Rad-Route aus erblicken. Eine Tafel informiert über die Besonderheiten und landschaftliche Einzigartigkeit dieses Naturschutzgebietes.

Natürlich Niedersachsen  

Der Balksee - ein typischer Geestrandsee

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