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Küstenschutz

Sander: Erhöhung und Verstärkung des Elisabethgroden ein Schwerpunkt


Presseinformation Nr. 133/2004

HANNOVER. Die Planungen für den Küstenschutz im nächsten Jahr sind in vollem Gange. "Die Erhöhung und Verstärkung des Elisabethgroden zum Schutz des Wangerlandes wird ein Schwerpunkt in den nächsten Jahren sein", erklärte Umweltminister Hans-Heinrich Sander. Darüber habe sein Ministerium den betroffenen Deichverband heute (Freitag) in Hannover unterrichtet.

Seit 2000 arbeitet der III. Oldenburgische Deichband bereits an der Verbesserung des Küstenschutzes in diesem Bereich. Insgesamt wurden seitdem schon 6,6 Millionen Euro für diesen Deichbau bereitgestellt. Davon sind rund 2,3 Millionen Euro aus europäischen Mitteln zur Verfügung gestellt worden. Den restlichen Betrag trugen Bund und Land aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz. Allein im laufenden Jahr sind rund zwei Millionen Euro in den dortigen Deichbau geflossen.

"Wenn die Haushalte entsprechend beschlossen werden und Sturmfluten uns nicht zwingen die Gelder an anderer Stelle einzusetzen, werden bis 2008 weitere neun Millionen Euro für den Elisabethgroden bereitgestellt", so Sander. Für die Bauabschnitte der nächsten Jahre seien in 2005 und 2006 jeweils drei Millionen Euro vorgesehen, 2007 sollen zwei Millionen und 2008 nochmals eine Million Euro bereitgestellt werden. Damit werde es möglich, die Fehlhöhe (Unterbestick) des Deichs auszugleichen, die durch natürliche Sackungen eingetreten sei. Zudem werde die Neigung der Böschungen angeglichen und die Abdeckung mit Klei verbessert. Ferner werde der Deichfuß auf der Seeseite erhöht und verstärkt. Für die erforderliche Erhöhung und Neuprofilierung des Deiches auf einer Länge von rund elf Kilometern müssen etwa 1,4 bis 1,5 Millionen Kubikmeter Klei gewonnen werden." Dieses für den Küstenschutz so wichtige Baumaterial wollen wir etwa zur Hälfte aus dem Binnenland entnehmen. Dafür steht eine Fläche bei Hohenkirchen zu Verfügung", so Sander. Die Gemeinde Wangerland wolle die Kleientnahme nutzen, um durch eine entsprechende Gestaltung der Entnahmestelle eine höhere Attraktivität für Urlauber zu erhalten. "Es ist erfreulich, dass die Kleigewinnung so einen doppelten Nutzen erbringen kann", lobte der Minister und ergänzte: "Der Gemeinde Wangerland wünsche ich bei der eigenständigen Verwirklichung ihrer Ziele im Fremdenverkehr viel Erfolg."

Artikel-Informationen

erstellt am:
10.12.2004
zuletzt aktualisiert am:
16.03.2010

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