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Lies: „Nutzung des maroden Gebäudes nicht mehr vertretbar“

Forschungsstelle Küste (FSK) soll in Norddeich neu gebaut werden


PI 99/2020

Die Planungen, wann und wo neu gebaut wird, sind in der entscheidenden Phase, der Umzug von der Insel ans Festland ist seit längerer Zeit beschlossene Sache. Klar ist jetzt: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forschungsstelle Küste (FSK) müssen allerdings früher als geplant von Norderney umziehen. Ihr jetziges Dienstgebäude ist dermaßen in die Jahre gekommen, dass Reparaturen immer schwieriger und aufwändiger werden und damit nicht mehr wirtschaftlich sind. Aber das Wichtigste: Die Sicherheit – auch von Besucherinnen und Besuchern – ist beeinträchtigt. „Damit ist jetzt endgültig der Punkt erreicht, an dem wir handeln müssen“, so Niedersachsens Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Olaf Lies, „eine weitere Nutzung des maroden Gebäudes ist nicht mehr vertretbar.“ Der Umzug muss deshalb schon vor der Fertigstellung eines neuen Gebäudes für eine Übergangszeit nach Norden erfolgen. Mit den Planungen des Umzuges wird jetzt begonnen.

Die FSK gehört seit 15 Jahren als Teil der Betriebsstelle Norden-Norderney zum Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und wird ihre wichtigen Aufgaben in den Bereichen Morphologie, Küsteningenieurwesen, Vermessung und Sturmflutwarndienst zukünftig vom Festland aus erfüllen. Übergangsweise sollen die FSK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vom NLWKN genutzten Gebäuden in Norden untergebracht werden. „Die Entscheidung war nicht leicht. Denn natürlich müssen einige Kolleginnen und Kollegen durch den verfrühten Umzug Nachteile und längere Arbeitswege in Kauf nehmen. Das ist sicherlich nicht immer einfach, das ist mir bewusst“, so Minister Lies. „Der NLWKN wird darum alle Möglichkeiten für sozialverträgliche Lösungen im Einzelfall nutzen, wie zum Beispiel mobiles Arbeiten, um unzumutbare Belastungen zu vermeiden – insbesondere für die auf der Insel wohnhaften Kolleginnen und Kollegen. Hierzu werden ab nächster Woche Einzelgespräche mit den Betroffenen geführt, um dann eine für alle bestmögliche Übergangslösung zu schaffen. Trotz aller Widrigkeiten bin ich davon überzeugt, dass wir durch den Umzug in das noch zu errichtende neue Gebäude in Norddeich die Arbeit der Forschungsstelle weiter erheblich aufwerten und optimieren werden. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass wir uns diesen nun notwendig gewordenen Zwischenschritt hätten ersparen können, aber die Situation des über viele Jahre nicht sanierten Gebäude lässt keine andere Entscheidung zu.“


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