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Lies: „Folgen des Klimawandels sind nicht bezahlbar“

Februar 2021 - ein Monat der Wetterextreme


PI 027/2021

„Die Folgen des Klimawandels sind schon jetzt dramatisch und vor allem für jeden spürbar: Vor 10 Tagen noch tiefster Winter mit fast minus 18 °C und diese Woche Frühling mit fast 20 °C im Plus, 37 °C Temperaturdifferenz in Niedersachsen innerhalb von 10 Tagen. An vielen DWD-Wetterstationen werden in diesen Tagen die Temperaturrekorde gerissen. Auch die vergangenen trockenen Jahre haben uns deutlich gemacht, dass schon in kurzer Zeit die Herausforderungen immer größer werden. Konsequenter Klimaschutz wird uns viel abverlangen und sehr viel Geld kosten. Konsequenter Klimaschutz ist die Verantwortung unserer Generation“, so der niedersächsische Umwelt- und Energieminister Olaf Lies angesichts der extremen Wetterlage in den vergangenen Tagen.

„Viele Menschen fragen sich, ob diese drastischen Temperatursprünge in so kurzer Zeit bereits eine Folge der Erderwärmung sein können“, so Lies weiter. Das sei eindeutig der Fall: „Grundsätzlich werden die Winter durch den sich verstärkenden Klimawandels wärmer. Beobachtungsdaten, wissenschaftliche Studien wie auch Klimamodelle weisen darauf hin, dass die massive Erwärmung der Arktis und das Schmelzen des Meereises Einfluss auf die Stabilität des sogenannten Polarwirbels haben. Diese wird durch die massive Erwärmung der Arktis gestört. Deshalb kann es zur Aufspaltung des Polarwirbels und somit zu Kaltluftausbrüchen, wie die letzten Wochen in Europa und aktuell in den USA, kommen.“

Seit 1980 habe die Arktis sich bereits dreimal mehr aufgeheizt als die Erde insgesamt, das Meereis schmelze in einem besorgniserregenden Tempo, dadurch verändere sich die Energiebilanz der Arktis grundlegend. Diese schnelle Erwärmung in der Arktis verändere auch die Zirkulation in den mittleren Breiten. Der sogenannte Westwind-Jet werde instabiler. Dadurch werden Hoch- und Tiefdruckgebiete persistenter, so dass sich Hitzewellen oder Hochwasserlagen verstärken. „Die Wetterextreme werden somit weiter zunehmen“, weißt Lies auf die Folgen hin.

Deshalb fordert Umweltminister Lies, die Klima-Frage nicht durch die Corona-Krise hinten an zu stellen. „Wir müssen jetzt konsequent investieren und Klimaschutz als Chance begreifen. Der Staat wird intensiv in den Umbau von Gesellschaft und Wirtschaft investieren müssen. Wenn wir jetzt sparen, vergehen wir uns an der Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder“, so Lies. „Denn die Auswirkungen einer ungebremsten Erderwärmung werden die Folgen der Corona-Krise bei weitem überschreiten.“




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