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Lies: „Potenzial von Stromspeichern wird noch viel zu wenig genutzt“

- Niedersachsen legt Bundesratsinitiative zur Stärkung der Technologie vor -


PI 107/2020

Der Niedersächsische Umwelt- und Energieminister Olaf Lies hat am (heutigen) Freitag für das Land Niedersachsen eine Initiative zur Stärkung von Stromspeichern in den Bundesrat eingebracht. Ziel ist es, die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Nutzung von Speichern zu verbessern und auf diese Weise sowohl den Bau neuer Speicher als auch die Weiterentwicklung bestehender Anlagen zu unterstützen. „Stromspeicher haben ein großes, derzeit jedoch noch viel zu wenig genutztes Potenzial für die Energiewende“, so Lies.

Die Speicher nehmen Strom in Phasen mit besonders hoher Erzeugung auf und stellen ihn – je nach Bedarf – wieder zur Verfügung zu stellen. „Sie bieten damit eine ideale Grundlage, um auf kurzfristige Schwankungen von Erzeugung und Verbrauch entsprechend zu reagieren und diese auszugleichen“, so Lies. „Je größer der Anteil der Erneuerbaren Energien im Stromsystem wird, umso wichtiger werden solche flexiblen Ausgleichsmöglichkeiten – damit das Gesamtsystem die notwendige Stabilität hat.“

In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass es derzeit oftmals noch an den erforderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen fehlt, damit Speicher ihr Potenzial voll ausschöpfen und verstärkt zum Nutzen des Gesamtsystems eingesetzt werden. „Unsere Bundesratsinitiative zielt daher darauf ab, genau diese Bedingungen zu verbessern und somit insbesondere den netz- und systemdienlichen Einsatz von Speichern zu fördern“, so Lies. Konkret werden in dem niedersächsischen Entschließungsantrag beispielsweise die dauerhafte Entlastung der Speicher von Abgaben und Umlagen sowie eine bessere Vereinbarkeit verschiedener Nutzungsformen und Geschäftsmodelle gefordert. Zudem setzt sich Niedersachsen dafür ein, dass auch der Markt für Systemdienstleistungen weiterentwickelt und stärker auf Stromspeicher ausgerichtet wird.

„Besonders wichtig bei all diesen Maßnahmen ist, dass wir das Stromsystem damit gleich in doppelter Hinsicht stärken können“, so der Energieminister. „Zum einen wird es möglich, die Flexibilität aus bereits vorhandenen Speichern besser zu erschließen und für das Gesamtsystem zu nutzen. Zum anderen schaffen wir auch frühzeitig Anreize für die Errichtung neuer Speicher und damit den dringend benötigten Anschub für den Ausbau dieser bedeutsamen Zukunftstechnologie.“


Die vollständige Rede des Ministers im Bundesrat zu TOP 31 finden Sie hier:

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