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Maßnahme "Naturschutzgerechte Bewirtschaftung auf Dauergrünland" (NG GL)

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Im Antragsverfahren 2022 können vom 15.03. bis 30.06.2022

Anträge für Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen zur Verbesserung der Biodiversität gestellt werden.

Für die Maßnahme NG 4 der EU-Förderperiode 2014 – 2022 können Folgeanträge (F-Anträge) für bestehende Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von 2 Jahren gestellt werden.

Für die Maßnahme NG GL der neuen EU-Förderperiode 2023 – 2027 können Erstanträge (E-Anträge) für neue 5-jährige Verpflichtungen nur in den Vogelschutzgebieten V 04 (Krummhörn) und V 06 (Rheiderland) gestellt werden.

Gefördert wird im Rahmen einer 5-jährigen Verpflichtung jeweils im Zeitraum vom 01.11. bis 31.03. des Folgejahres die Extensivierung der Nutzung von störungsarmen Nahrungsflächen auf Dauergrünland für nordische Gastvögel. Zur Gewährleistung der Störungsarmut sind des Weiteren Vorgaben zum Zeitpunkt, der Art und des Umfangs einzelner Bewirtschaftungsmaßnahmen (einschl. Beweidung) zu beachten. Zur Sicherung eines guten Futterangebots wird außerdem eine Schnittnutzung oder Beweidung im Spätsommer verpflichtend vorgeschrieben.
Nonnengans   Bildrechte: Heinze

Zur Förderung von Wiesenvogelarten beinhaltet die Maßnahme NG GL speziell auf den Wiesenvogelschutz ausgerichtete zusätzliche, zeitlich befristete Bewirtschaftungsmaßnahmen (z.B. Begrenzung der Tierzahl, Verzicht auf Düngemittel und Grasnarbenpflege) mit einer verbindlich festgelegten obligatorischen Ruhefläche von 10% der Verpflichtungsfläche.

Die Beteiligung der zuständigen UNB bei der konkreten räumlichen Festlegung der Ruhefläche wird wegen der naturschutzfachlichen Optimierung der Flächenlage und dem damit einhergehenden Beitrag zu einer überbetrieblichen Biotopvernetzung mit einem jährlichen zusätzlichen Bonus honoriert. Dies trifft auch auf die zeitliche Verlängerung sowie die Vergrößerung der Ruhefläche zu.

Bei der Maßnahme NG GL wird für den temporäre aktive Anstau oder das Hineinbringen von (zusätzlichem) Wasser in Blänken, Grüppen etc. ein jährlicher Zuschlag gewährt.

Daneben wird bei einer Förderung mit sehr hoher flächenmäßiger „Betroffenheit“ (≥ 70 %), die dadurch höhere Aufwendungen infolge einer verlängerten Stallfütterung und –haltung einschließlich höherer Grundfuttervorräte und zusätzlicher Stallarbeiten bewirkt, ein Zuschlag gewährt. Dieser Zuschlag ist kombiniert mit dem Einstau/ Anstau von Blänken, Grüppen etc.

Auf Dauergrünlandflächen sollen insbesondere Nonnen- und Blässgänse aber auch Wiesenvögel wie Uferschnepfe, Rotschenkel, Bekassine und Kiebitz gefördert werden.

Gefördert werden können Dauergrünlandflächen innerhalb einer festgelegten Förderkulisse. Hierbei handelt es sich um Flächen, von denen bekannt ist, dass auf ihnen die entsprechenden nordischen Gastvögel vorkommen.

Die derzeit gültige Förderkulisse der Fördermaßnahme kann in den Umweltkarten Niedersachsen eingesehen werden:

https://www.umweltkarten-niedersachsen.de/Umweltkarten/?lang=de&topic=Natur&bgLayer=TopographieGrau&catalogNodes=

Sonstiges

Weitere Fragen zu den konkreten Bewirtschaftungsbedingungen und Förderhöhen entnehmen Sie bitte dem zum Download beigefügten jeweiligen Merkblatt (s.o.) oder wenden sie sich an die für Sie zuständige UNB bzw. die für Sie zuständige Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Gänse   Bildrechte: Heinze
Gänse

Informationen insbesondere zur administrativen Abwicklung, wie z.B. zu Allgemeinen Teilnahmebedingungen, Antragsformularen, Muster für förderspezifische Aufzeichnungen einschl. erläuterndem Merkblatt, Frage-Antwort-Katalog etc. finden Sie auf den Seiten des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

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Artikel-Informationen

erstellt am:
15.03.2022
zuletzt aktualisiert am:
13.04.2022

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