Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Niedersächsische Energie- und CO2-Bilanzen 2014

Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz hat gemeinsam mit dem Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) die Energiebilanz 2014 veröffentlicht.

Danach hat der Energieverbrauch weiter leicht abgenommen (um minus ein Prozent auf 1.323 Petajoule im Jahr 2014).
Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch ist im Zeitraum von 2010 bis 2014 um 2,7 Prozent auf 14,9 Prozent gestiegen.

Die CO2-Emissionen sind leicht angestiegen (um plus zwei Prozent auf 66,8 Millionen Tonnen im Jahr 2014). Dazu Umweltminister Stefan Wenzel: „Der Autoverkehr ist nach wie vor eine große Herausforderung und immer noch der Energieverbraucher Nummer eins, gefolgt von der Gebäudeheizung. Diese sukzessive auf Erneuerbare Energien umzustellen, ist eine der großen Aufgaben unserer Zeit." Der Verkehrssektor und der Wärmesektor müssten endlich ihren angemessenen Anteil zum Ausbau der Erneuerbaren beitragen.

Energiebilanzen erscheinen immer mit zwei Jahren Verzögerung. Der Umweltminister wies darauf hin, dass sich zwischenzeitlich weitere positive Entwicklungen abzeichnen:

  • Im Bereich Wind-Onshore hat es bei den Neuerrichtungen im Jahr 2016 einen Zuwachs um 900 Megawatt gegeben.
  • Der Anteil Erneuerbare Energien (einschließlich des Wind-Offshoreanteils aus der Nordsee, der in Niedersachsen angelandet wird) an der Stromerzeugung betrug im Jahr 2015 40 Prozent.
  • Das Braunkohlekraftwerk Buschhaus ist seit Herbst 2016 aus dem Regelbetrieb genommen und für vier Jahre nur noch Sicherheitsreserve.

Hintergrund:

In einer Energiebilanz werden das Aufkommen, die Umwandlung und die Verwendung von Energieträgern in der Volkswirtschaft oder in einem Wirtschaftsraum für einen bestimmten Zeitraum möglichst lückenlos und detailliert nachgewiesen. In Niedersachsen wird die Bilanz vom Landesamt für Statistik (LSN) erstellt.

Diese umfasst die Gewinnung, die Umwandlung und die Verwendung von Energieträgern in Niedersachsen und ist das Ergebnis komplexer Berechnungen mit Daten aus energiestatistischen Erhebungen sowie externer Quellen.

Der Zeitabstand zwischen dem Berichtsjahr 2014 und dem Zeitpunkt des Erscheinens der Energiebilanz liegt in erster Linie am späteren Vorliegen konsolidierter Daten von Energieerzeugern im Folgejahr und der aufwändigen statistischen Aufbereitung.

 

Artikel-Informationen

22.02.2017

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