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Olaf Lies: „Bodenschutz ist Klimaschutz“

- Weltbodentag präsentiert Boden des Jahres 2022 -


PI 150/2021

Pelosol heißt der Boden des Jahres 2022, der alljährlich am 05. Dezember, dem Weltbodentag, präsentiert wird. Es handelt sich um einen Tonboden, der bezogen auf Klimaveränderungen als sensibles Schwergewicht gilt.

„Unsere Böden bilden in der Umwelt ein wichtiges Bindeglied zwischen Klima und Wasserhaushalt, was bedeutet, dass Klimaveränderungen auf und in ihnen Spuren hinterlassen“, sagt Umweltminister Olaf Lies. „Bodenschutz ist Klimaschutz. Deshalb ist es wichtig, dass Klimaschutz die Belange des Bodenschutzes frühzeitig und umfassend einbezieht. Nur so kann es gelingen, unsere Böden auch für die künftigen Generationen gesund und widerstandsfähig zu erhalten.“

Böden als Wetter- und Klimaanzeiger

Pelosole sind wetterfühlig und das sieht man ihnen an. Unter feuchten Bedingungen quellen sie auf, bei Trockenheit zeigen sie Schrumpfungsrisse und sind „Wetter- und Klimazeiger“ für Dürrephasen.


Niedersächsisches Klimakompetenzzentrum (NIKO)

Böden sind stark vom Klimawandel betroffen. „Verändert sich das Klima, betrifft das auch unsere Böden. Mit Hilfe der Klimaprojektionsdaten verstehen wir, welche Maßnahmen wir brauchen, um Bodennutzung und Bodenschutz an die Folgen des Klimawandels anzupassen“, so Umweltminister Lies. Das Niedersächsische Kompetenzzentrum Klimawandel ist die zentrale Stelle, wenn es um den Klimawandel und seine Auswirkungen geht. Es berät und informiert zum Klimawandel, seinen Folgen und zur Klimaanpassung. Um Aussagen zu den Auswirkungen treffen zu können und vor Ort zu unterstützen, arbeitet das NIKO Klimaprojektionsdaten auf und stellt damit Beurteilungsgrundlagen bereit.

Wenn Böden „dicht machen“

In Niedersachsen kommt der schwere Tonboden eher selten vor und wird am häufigsten als Acker- und als Laubwaldstandort, untergeordnet als Grünland oder Nadelwaldstandorte genutzt. Für die Bewirtschaftung der Pelosole ist die Witterung von entscheidender Bedeutung: Quellen die Tonböden auf und „machen dicht“, führt dies zum Anstau von Bodenwasser. Diese Staunässe kann zwischenzeitlich für sehr nasse Verhältnisse sorgen, wohingegen bei Austrocknung sehr trockene Bedingungen vorliegen können.

Jede Minute zählt

Bei der Landbewirtschaftung gilt es den optimalen Zeitpunkt abzupassen, denn der Zeitraum einer möglichen Bearbeitung ist sehr kurz: Pelosole werden deshalb auch als „Minutenböden“ bezeichnet.

Weiterführende Informationen finden Sie hier:

Boden des Jahres

https://boden-des-jahres.de

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG)

https://www.lbeg.niedersachsen.de


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