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Lies: „Gute Brückenlösung für Schlickproblem“

- Niedersachsen und Hamburg begrüßen Pläne des Bundes für Verbringstelle westlich von Helgoland -


PI 49/2022

Niedersachsen und Hamburg haben zur Verbringung von Schlick aus dem Hamburger Bereich der Seewasserstrasse der Elbe nach Scharhörn – wie bekannt – unterschiedliche Auffassungen. „Gleichzeitig sind wir uns einer gemeinsamen Verantwortung bewusst“, so Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies, „und arbeiten daher beide gemeinsam an einem nachhaltigen und anpassungsfähigen Sedimentmanagement in der Elbe.“

Darum haben Niedersachsen und Hamburg am (heutigen) Montag eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Darin begrüßen sowohl Niedersachsen als auch Hamburg die Pläne des Bundes, im Bereich der Tiefwasserreede westlich von Helgoland im Bereich des Niedersächsischen Küstenmeeres eine Verbringstelle für Sedimente einzurichten. „Niedersachsen wird die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes bei diesen Planungen unterstützen“, so Minister Lies, „aus unserer Sicht ist das eine gute und vernünftige Brückenlösung, die eine Verklappung bei Scharhörn endgültig überflüssig macht.“ Diese Brückenlösung wäre bis zu einer weitgehenden Umsetzung des nachhaltigeren Sedimentmanagements notwendig. Hierbei steht die nachhaltige Nutzung der Sedimente im Vordergrund. Auf Kreislaufbaggerungen soll künftig verzichtet werden. Lies: „Unsere Haltung zu einer Verklappung vor Scharhörn bleibt damit eindeutig: Das werden wir nie akzeptieren. Aber im miteinander Lösungen zu finden ist klüger als sich vor Gericht auseinanderzusetzen. Auf jeden Fall bleibt auf unserer Seite die Klageschrift eine weitere ein Rückfallposition.“


  Bildrechte: MU

Artikel-Informationen

erstellt am:
11.04.2022
zuletzt aktualisiert am:
12.04.2022

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