Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Kommunikation - Aktivierungsstrategien

Eine nachhaltige Flächenpolitik muss an vielen Punkten ansetzen, wenn sie erfolgreich sein will. Die Sensibilisierung für die Folgen eines zu hohen Flächenverbrauchs kann über Informationskampagnen und Kommunikations- und Aktivierungsstrategien erfolgen. Die beteiligten Akteure wie Kommunalpolitiker, Eigentümer von Häusern und Wohnungen, potentielle Bauherren und Investoren oder Wohnungssuchende müssen sich der Notwendigkeit des Umdenkens bewusst werden.

Sensibilisierung für eine nachhaltige Flächenpolitik
Voraussetzungen einer guten Kommunikationsstrategie sind eine engagierte Öffentlichkeitsarbeit, transparente Informationspolitik und die direkte Ansprache. Die Erarbeitung von Leitbildern trägt dazu bei, eine nachhaltige Flächenpolitik in gemeinsamen Konsens umzusetzen.

  • Das Projekt „Mittendrin ist in" hat zum Ziel, Entscheidungsträger davon zu überzeugen, lieber das Bauen im Siedlungsbestand zu fördern, statt „draußen" auf der "grünen Wiese" neue Flächen in Anspruch zu nehmen.
    Beispiel: Kommunikationsstrategie für Kommunen
  • Beispiele für Öffentlichkeitsarbeit in Form von Broschüren und Veranstaltungen, um Wirkungszusammenhänge des demographischen Wandels oder des Preisverfalls von Immobilien aufzuzeigen, sind unter anderem:
    Beispiel: MElaniE aus dem Saarland
    Beispiel: Mittendrin ist in! aus der Metropolregion Hamburg
    Beispiel: Samtgemeinde Wallmerod
  • Auch der Verband NABU hat Empfehlungen für eine passende Kommunikationsstrategie formuliert.
    Beispiel: NABU Die Flächensparer - Projektergebnisse

Initiierung von wirtschaftlichen Aktivitäten im Innenbereich
Potentielle Bauherren sind als Zielgruppe besonders wichtig. Sie sollen angeregt werden, mit einer Entscheidung für den Innenbereich eine Alternative zum „Eigenheim im Grünen" in ihre Standortwahl mit einzubeziehen. Investoren wie Bauträger oder Wohnungsunternehmen müssen für eine aktive Innenentwicklung gewonnen werden.

  • Eine Eigentümeransprache kann persönlich durch Bürgermeister oder in einem Bürgerbüro erfolgen.
    Beispiel: Cuxhavener WohnLotsen
    Beispiel: Musterfragebogen siehe HAI
  • Es sollen Anreize geschaffen werden, statt eines Neubaus im Außenbereich auch einen Umbau oder Abriss/Neubau im Bestand in Erwägung zu ziehen.
    Beispiel: Samtgemeinde Wallmerod
  • Ein wichtiger Beitrag ist es, Transparenz über versteckte Kosten der Wohnstandortwahl und der Kosten für Mobilität herzustellen.
    Beispiel: WomoRechner (Metropolregion Hamburg)
  • Die Kommunen können durch ihre eigene Bodenpolitik, z.B. durch die Verabschiedung von Grundsatzbeschlüssen der Ratsversammlung oder der Initiierung von Leitbildprozessen, die die Innenentwicklung aktiv unterstützen.
    Beispiel: Samtgemeinde Jesteburg
    Beispiel: Kommune (Hohenaspe) als Projektträger



Kommunikation
Artikel-Informationen

25.06.2014

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