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Niedersächsischer Weg schafft hier und jetzt mehr Natur- und Artenschutz

Der Niedersächsische Weg ist ein einmaliger Erfolg, Politik geht hier einen ganz neuen Weg. Naturschutz und Landwirtschaft werden eingebunden, für den Interessenausgleich zwischen den Beteiligten ist das ein Riesen-Gewinn.

Für die Ergebnisse und beschlossenen Maßnahmen haben alle Partner Zugeständnisse gemacht. Aber diese Einigung ist historisch einmalig und alle finden sich darin wieder. Natur- und Artenschutz hat in Niedersachsen einen in seiner bisherigen Geschichte nie gekannten Stellenwert. Und hinzu kommt: Durch den Landtag wurde noch nie mehr Geld für den Naturschutz bereitgestellt!

Einige Vereinbarungen im Überblick:

Rahmenbedingungen für einen landesweiten Biotopverbund
In der "Bilanzierung und Umsetzung des landesweiten Biotopverbunds“ werden die vielen Landschaftselemente benannt, die zur Vernetzung der Biotope beitragen können. Es wurden Kriterien erarbeitet, um ein Biotop zum Verbund zu zählen. Zudem werden Maßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung des Biotopverbunds zukünftig gefördert. mehr...


Vor-Ort Gebietsbetreuung: 15 weitere Einrichtungen zur Gebietsbetreuung werden entstehen. Hier sollen Expertinnen und Experten vor Ort und regional punktgenaue Maßnahmen entwickeln und durchführen. Die Schutzstationen können von unterschiedlichen Verbänden – auch gemeinsam – betrieben werden. Die Bewerbungsfrist für die neuen Ökologischen Stationen ist abgelaufen. Nun werden die Unterlagen der Bewerber geprüft, Gespräche geführt und die Standorte der Stationen festgelegt. Innerhalb des Jahres 2022 werden die ersten Stationen eingerichtet. mehr...


Landwirte schützen Wiesenvögel Der Wiesenvogelschutz hat mit der Vereinbarung einen neuen Rahmen erhalten. Zukünftig werden Landwirte freiwillig zum Schutz von Wiesenbrütern später mähen und Gelege- und Kükenschutz durchführen. Hierfür werden sie angemessen bezahlt. Das Programm des Landes zum Wiesenvogelschutz wird derzeit in einer Arbeitsgruppe detailliert ausgearbeitet. mehr...


Ein erweitertes Beratungsangebot zum Biotop- und Artenschutz für die Landwirtschaft wurde entwickelt. Landwirt:innen erfahren hier, wie sie mit z.T. einfachen Mitteln mehr Natur- und Artenschutz auf ihren Flächen umsetzen können. Die Beratung erstreckt sich auch auf passende Fördermöglichkeiten. Dazu wurde seitens der Landwirtschaftskammer eine Koordinierungsstelle eingerichet. Auch der NLWKN hat Personal für die Beratung eingestellt.


Schneller zu mehr ökologischer Landwirtschaft Die Vertragspartner haben sich auf ambitionierte Ausbauziele geeinigt: 10 Prozent ökologischer Landbau in Niedersachsen bis 2025 und sogar 15 Prozent bis 2030. Diesen Prozess unterstützt das Land mit einem umfangreichen Bündel an zusätzlichen Beratungs- und Förderangeboten. Auf den landeseigenen Flächen wird der Umbau zu einer ökologischen Bewirtschaftung verbindlich vorgegeben. Auch eine klimaschonende Bewirtschaftung soll finanziell gefördert werden. mehr...


Naturnahe Ufer für Flüsse und Bäche Für die Neugestaltung von Gewässerrandstreifen wurde ein Gesamtpaket im Sinne der im Vertrag festgehaltenen Eckpunkte beschlossen (Änderung des WHG und Eckpunkte für die Verordnung zu Ausnahmen). Eine Besonderheit dabei ist die Einführung eines „grünen Meters“ in Regionen mit besonders hoher Gewässerdichte, der mit einem Begrünungsgebot bzw. Pflugverbot bei Acker belegt ist. Darüber hinaus wurden für Futterbauflächen spezielle Regelungen getroffen. mehr...


Mehr Wildnis im Wald Bereits im Januar 2021 wurde das Wildnisgebiet "Solling (FFH-Gebiet 131)" mit insgesamt 1.020 Hektar ausgewiesen. Das Gebiet liegt komplett eingebettet in andere Waldbereiche, so dass es keine störenden Randeffekte gibt. Mindestens die Hälfte der Buchenbestände sind über 150 Jahre alt. Damit ergibt sich ein großer, zusammenhängender Altholzkomplex und ein Refugium für Spechte, Käuze, Schwarzstorch, Wildkatze, Luchs und Fledermäuse sowie zahlreiche Insekten-, Pilz- und Pflanzenarten. Der planmäßige Einschlag ruht seit dem 1.1.2021. allenfalls erfolgen noch Instandsetzungsmaßnahmen. mehr...


Dialog zum Wert unserer Lebensmittel
Trotz der Covid 19-Pandemie konnten erste Veranstaltungen bereits stattfinden. Im Rahmen einer Online-Veranstaltung kamen im April 2021 verschiedenste Interessierte zu einem digitalen World Café zusammen. Im November 2021 folgte eine Präsenz-Veranstaltung bei der DEULA in Nienburg. Angesprochen wurden dabei vor allem junge Menschen, die sich für das Thema Lebensmittelwertschätzung und faire Preise für die Landwirtschaft interessieren. Die Ergebnisse der Diskussion werden derzeit in einer schriftlichen Dokumentation zusammengefasst und in Kürze veröffentlicht. mehr...


Alle Themen des „Niedersächsischen Weges“ werden fortlaufend bearbeitet, wobei ein offener Prozess entsteht. Wir gehen den Niedersächsischen Weg gemeinsam immer weiter. Wenn sich neue Anforderungen ergeben, werden diese diskutiert und gemeinsam wird nach Lösungen gesucht.

Aktuell werden die Themen erweiterter Erschwernisausgleich, Programme und Förderdetails für den Wiesenvogelschutz, Maßnahmen im Rahmen der Produktionsintegrierten Kompensation, Eckpunkte für den Umgang mit dem Flächenverbrauch wie auch die Pflanzenschutzreduktionsstrategie in den diversen Arbeitskreisen diskutiert und finalisiert.

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