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Fährverkehr Ostfriesische Küste - Land stellt neues Schiff für Räumarbeiten in Dienst - Minister Wenzel und Lies: Erreichbarkeit der Inseln von existenzieller Bedeutung

Für die Gewährleistung der Unterhaltungsarbeiten zugunsten des Fährverkehrs zu den ostfriesischen Inseln wird die Niedersächsische Landesregierung voraussichtlich Anfang März ein neues Räumschiff in Dienst stellen. Darüber haben am Donnerstag (heute) die Minister für Umwelt, Stefan Wenzel, und Wirtschaft, Olaf Lies, in einer gemeinsamen Pressemitteilung informiert. Das neue Schiff wird der Ersatz für die im Sommer 2010 wegen technischer Mängel außer Betrieb genommene „Utlandshörn" aus dem Baujahr 1954. „Die Erreichbarkeit der Inseln ist für die Insulaner, für die Wirtschaft und auch für die Touristen von existenzieller Bedeutung. Die Fähren sind eine Nabelschnur. Wir freuen uns, dass es endlich gelungen ist, die Kapazitätslücke für die Unterhaltungsarbeiten zu schließen" heißt es in der Erklärung der Minister Lies und Wenzel.

Der seinerzeit zuständige Umweltminister Hans-Heinrich Sander hatte die Ersatzbeschaffung mit der Begründung abgelehnt, dass die Unterhaltungsarbeiten besser an private Unternehmen vergeben werden sollten. Nachdem weder die Ausschreibungen noch die Prüfung einer Privatisierung ein zufriedenstellendes Ergebnis erbracht hatten, stimmte der Niedersächsische Landtag der Beschaffung eines neuen Schiffs im Oktober 2013 zu.

Mit dem neuen Schiff werden die Räumkapazitäten an der ostfriesischen Nordseeküste deutlich verbessert. Dann kann im Zuge der Räumarbeiten in der Fahrrinne vor Wangerooge eine Sohltiefe von bis zu NN -2,25 m hergestellt werden.


Zurzeit steht für die in der Zuständigkeit des Niedersächsächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) laufenden Arbeiten nur ein Schiff - die „Hooge Hörn" - zur Verfügung. Die landeseigene Hafengesellschaft NPorts untersützt den NLWKN durch den Einsatz der „Seekrabbe" soweit freie Kapazitäten zur Verfügung stehen. Beide Schiffe sind stark ausgelastet. Das Außentief von Harlesiel nach Wangerooge steht jedoch ganz oben auf der Auftragsbearbeitung des Umweltministeriums. Aktuell ist die „Seekrabbe" in Neuharlingersiel im Einsatz; gleich im Anschluss ab Freitag dieser Woche sollen die Arbeiten am Wittmunder Außentief beginnen.

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