Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Nachhaltigkeitsstrategie für Niedersachsen

Das Leitbild der Landesregierung ist eine nachhaltige, zukunftsorientierte, soziale und ökologische Politik für ganz Niedersachsen. Die Landesregierung hat dabei das übergeordnete Ziel, die sozialen und wirtschaftlichen Interessen in Einklang zu bringen mit der langfristigen Sicherung unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das bedeutet, dass die heute lebende Generation ihre Bedürfnisse befriedigen und ihre Ziele verwirklichen kann und dabei gleichzeitig die Chancen kommender Generationen wahren muss. Für die Landesregierung bedeutet dies, dass Nachhaltigkeit nur durch den Dreiklang von sozialer Gerechtigkeit, Ökologie und Ökonomie erreicht werden kann. Das Regierungshandeln wird stärker auf Generationengerechtigkeit und Chancengleichheit ausgeweitet. Und der Energie- und Ressourcenverbrauch muss drastisch sinken, um unseren Lebensstandard zukunftssicher auszurichten.

Hierfür hat die Landesregierung eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet, die sich thematisch an den aktuellen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung Niedersachsens ausrichtet, Handlungsschwerpunkte nennt und Ziele formuliert.

Nachdem die Landesregierung im November dem ersten Entwurf der Nachhaltigkeitsstrategie für Niedersachsen als Grundlage für die vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz durchzuführende Einbindung gesellschaftlich relevanter Gruppen zugestimmt hat und die Stellungnahmen ausgewertet wurden, gab es eine Anpassung des Strategieentwurfs.

Der fortentwickelte Entwurf der Nachhaltigkeitsstrategie für Niedersachsen besteht nunmehr aus 26 Handlungsfeldern und 60 Indikatoren.

Den Entwurf der Nachhaltigkeitsstrategie (Stand vor Öffentlichkeitsbeteiligung) können Sie hier herunterladen.

Zur weiteren Beteiligung der Öffentlichkeit an der Nachhaltigkeitsstrategie soll ein Beirat unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Gruppen und Akteure eingerichtet werden.

Eine besondere Bedeutung kommt nun den vielfältigen Herausforderungen und Aufgaben des Landes zu. Im Vordergrund der gesellschaftlichen Öffnung und Erweiterung der Regierungsposition stehen dabei regionale und kommunale Aktivitäten und Maßnahmen, um die Relevanz nachhaltiger Politik im unmittelbaren gesellschaftlichen Umfeld zu verdeutlichen.

Damit ist der Beschluss zur Nachhaltigkeitsstrategie kein Abschluss, sondern vielmehr Auftakt für eine dauerhaft nachhaltige Politik in Niedersachsen.

Die niedersächsische Nachhaltigkeitsstrategie fügt sich in den Rahmen ein, der durch die Agenda 2030 der Vereinten Nationen (UN) für nachhaltige Entwicklung sowie die neue deutsche Nachhaltigkeitsstrategie vorgegeben ist.

Niedersachsen wird sich diese Ziele - wo zweckmäßig und sinnvoll - zu Eigen machen und berücksichtigt sie im weiteren Strategieprozess. Alle im Weiteren als für Niedersachsen nachhaltigkeitsrelevant bestimmten Handlungsfelder und -ziele sowie Indikatoren stellen landesbezogene Konkretisierungen der Sustainable Development Goals (SDGs) dar und lassen sich in deren Systematik einordnen. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die SDGs aufgrund ihres völkerrechtlichen Charakters für eine Landesstrategie - etwa im Gegensatz zur Bundesstrategie - weniger als ein festes Zielschema sondern vielmehr als regional zu gewichtende und zu akzentuierende Orientierungsgrößen zu verstehen sind. Es wird dann Aufgabe der Phase 2 sein, die SDGs schrittweise noch stärker in die Strategie zu integrieren.

Darüber hinaus soll die Strategie regelmäßig überprüft und entsprechend fortgeschrieben werden, um veränderte gesellschaftliche Bedingungen und Umsetzungskonstellationen berücksichtigen zu können.


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