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Umweltminister Olaf Lies zieht positive Bilanz seiner Finnlandreise

Pressemitteilung 64/2019

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies hat nach seinem Besuch des weltweit ersten genehmigten Endlagers für hochradioaktiven Abfall in Finnland eine positive Bilanz gezogen:

„Den Finnen ist es gelungen, einen Endlager-Standort im gesellschaftlichen Konsens zu finden und in Rekordzeit eine sichere Einlagerung zu gewährleisten. Wo bei uns in der Vergangenheit viel Vertrauen verspielt wurde, gibt es in Finnland offenbar eine große gesellschaftliche Akzeptanz für staatliches Handeln. Der Schlüssel - und das ist auf unserer Reise ganz klar geworden - ist ein absolut transparentes Verfahren."

Die Reise ins finnische Olkiluoto hat gezeigt, dass eine sichere Endlagerung insbesondere auch in Kristallin technisch machbar ist. Neben der Frage, ob in Deutschland Ton, Salz oder Kristallingestein geologisch am geeignetsten sind, muss jedoch immer das ganze System betrachtet werden und dazu gehört auch die Art der Behältnisse und der Verfüllung. Wissenschaftliche Untersuchung und praktisches Bauen werden im finnischen Endlager miteinander verbunden. Man plant sehr präzise, entscheidet aber im Baubetrieb noch über Optimierungen im Detail.

„Auch in Deutschland herrscht grundsätzlich Einigkeit: Wir wollen raus aus der Atomkraft aber dürfen das Abfallproblem nicht einfach nachfolgenden Generationen vor die Füße kippen", so Lies.

„Jetzt kommt es darauf an, in einem wirklich objektiven Prozess den am besten geeigneten Standort zu finden. In der Vergangenheit hat man politisch entschieden, dass das Endlager in Niedersachsen - und damit im Salz - sein soll und unter Zurückstellung auch geologischer Bedenken fiel die Wahl auf Gorleben. Dieses willkürliche Verfahren war nicht in Ordnung und deshalb ist jede Vorfestlegung der falsche Weg. Auch andere Gesteinsarten müssen nach einheitlichen wissenschaftlichen Kriterien geprüft werden. Nur, wenn die Menschen sicher sein können, dass am Ende wirklich der beste Standort gewählt wird, wird es die notwendige Akzeptanz geben" sagte Lies.

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29.05.2019

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