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Schachtanlage Asse II

Umweltstaatssekretär Birkner informiert Landkreise und Gemeinden


Pressemitteilung 53/2008

HANNOVER. "Es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass Salzlösungen aus der Asse mit Radionukliden oberhalb zulässiger Freigabewerte an Bergwerke der K+S abgegeben worden sind und dass von den Laugen irgendeine Gefahr ausgeht", informierte Umweltstaatssekretär Stefan Birkner heute (Freitag) die Vertreter der Kommunen und Landkreise Celle, Soltau-Fallingbostel und Hildesheim in ausgesprochen sachlicher Atmosphäre.

"Die Verbringung der Lösungen in die Bergwerke ist bislang ordnungsgemäß durch bergrechtliche Sonderbetriebspläne zugelassen", unterstrich der Umweltstaatssekretär. "Dennoch werden zukünftig alle Laugen, die in der Asse auftreten, nach dem verschärften Anforderungen des Atomrechts überprüft."

Auch seien nach Auskunft der Asse-Betreiber Rückstellproben der in die Bergwerke verbrachten Laugen vorhanden, teilte Birkner mit. "Um ganz sicher zu gehen, wird das LBEG diese auch noch analysieren lassen." Nach Angaben des LBEG handelt es sich um 1264 Kubikmeter Salzlaugen, die von 2005 bis 2008 in das Bergwerk Bad Salzdetfurth im Landkreis Hildesheim, um 12347 Kubikmeter, die von 2005 bis 2008 in das Bergwerk Hope im Landkreis Soltau-Fallingbostel und um 7208 Kubikmeter, die von 2006 bis 2008 in das Bergwerk Mariaglück im Landkreis Celle verbracht worden sind. Diese Mengen gehören jeweils zu dem sogenannten Südflankenzufluss der Schachtanlage Asse, der zu unterscheiden ist von den Laugen, die seit einigen Wochen in der Diskussion sind

Vereinbart wurde, dass die Landesbehörden die Landkreise und Gemeinden zeitnah über die weiteren Schritte unterrichten. "Und selbstverständlich stehen wir als Ansprechpartner für die Bevölkerung zur Verfügung," betonte Birkner. "Es ist für die Menschen vor Ort nicht hinnehmbar, dass sie weiterhin durch unsachgemäße Äußerungen - wie kürzlich von Minister Gabriel - verunsichert werden."

Artikel-Informationen

15.08.2008

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